Dialog im Dunkeln Okt 2013

Die Klassen 1BK1P2 und 2BFH2 besuchten das Museum "Dialog im Dunkeln".

33 Schüler/innen, Frau Bomke und Frau Wiese trafen sich am 1. Oktober am Bahnhof in Heidelberg. Der Fußweg durch das Bahnhofsviertel Frankfurts bis zur Einkaufsmeile Zeil zeigte die beiden Seiten dieser Stadt. Zwei Stunden hatten wir Zeit für die Shoppingmeile, die wir sehr unterschiedlich nutzen. Wir verabredeten uns an der Konstablerwache und schwärmten aus.

Mittags ging es dann endlich in das Dialogmuseum- ein Gebäude mit 1600 m² lichtloser Fläche! Eine blinde Mitarbeiterin des Museums erzählte uns zur Vorbereitung des Rundganges durch die Dunkelheit von ihrem Leben mit der Behinderung. Wir hatten Zeit, fragen zu stellen und es gab wenig Berührungsängste, weil die Frau sehr offen und locker war. Sie konnte mit uns gut umgehen und zeigte Bücher mit Blindenschrift, Uhren zum abtasten der Uhrzeit, erzählte von den Schwierigkeiten, einen Blindenhund zu bekommen, von den vielfältigen Ausbildungsmöglichkeiten aber dennoch schlechten Arbeitsmarktchancen für Blinde und vieles mehr.

Als wir in 8er Gruppen eingeteilt und mit einem Blindenstock ausgerüstet in die dunklen Räume geführt wurden war das ängstliche Gekicher sehr laut. Dunkel ist eigentlich falsch formuliert- es klingt nach Restlicht. Schwarz war es. Man konnte die Augen schließen, da man sowieso für eine ganze Stunde nichts mehr sah. Diese Stunde wird kaum einer vergessen. Es sind Momente, die man mit sehenden Augen niemals hat.

2BFH2 2013Wir haben dem Führer Thomas vertrauen können, weil er so kompetent, verständnisvoll, ruhig und freundlich war. Wir waren richtig dankbar, denn anfangs war die Angst davor, die Kontrolle abgeben zu müssen, groß. Man hört, riecht, fühlt viel intensiver, wenn man nichts sieht. Und man ist extrem hilflos. Als wir abends nach Hause fuhren waren wir alle um einige Erfahrungen reicher.

Das Leben ohne Sehen ist schwerer- aber man kann viel lernen und viel machen- und man braucht gelegentlich Hilfe.

Feedback der Schüler: (anonym abgegeben, daher ohne Quelle):

  • Es war interessant weil uns gezeigt wurde, wie man Geldscheine im Dunkeln unterscheiden kann.
  • Das Dialogmuseum war eine interessante Erfahrung, weil man sich etwas in die Lage eines Blinden hineinversetzen konnte.
  • Sehr gut, weil der Führer sehr sehr nett war und es war eine sehr gute Erfahrung zu fühlen, wie blinde Leute fühlen.
  • War sehr interessant, aus der Sicht eines Blinden/Sehbehinderten durch die Welt zu gehen.
  • Ungewohnte Situation im Dunkeln, aber spannend und interessant!
  • Ich fand die Erfahrung im Museum einzigartig und einfach superklasse. I
  • m Dunkeln sich zu bewegen ist eine einzigartige Erfahrung.
  • Es war sehr interessant und eine coole Lebenserfahrung, weil man sich echt wie ein Blinder gefühlt hat.
  • Aufgrund des Museumsbesuches bewundere ich nun blinde Leute.
  • Ich fand es sehr interessant und abwechslungsreich, weil es mal eine andere Art von Museum war.
  • Ungewohnt und beängstigend, jedoch hat es einen zum Nachdenken gebracht.
  • Neuland
  • Der Ausflug hat mir was gebracht- ich weiß jetzt auch besser, wie Blinde sich fühlen müssen.
  • Es war sehr interessant und aufregend.
  • Mir persönlich hat es sehr viel Spaß gemacht.
  • Es war sehr dunkel, konnte nicht richtig atmen, bin wieder raus gegangen.
  • Am Anfang hatte ich ein bißchen Angst weil man so unorientiert war.
  • Ich fand es gut mal zu sehen, wie es wäre, wenn ich blind wäre.
  • Ich fand das Museum sehr interessant aber die ersten Minuten hatte ich Angst.
  • Das Blindenmuseum war sehr interessant zu erleben.
  • Sehr spannend auch für die Leute, die sich auch mal lustig machen über blinde Menschen.
  • Sie können auch mal in die Welt der Blinden reinschauen um zu schauen, wie sie sich fühlen, ohne irgendwas zu sehen.

 J. Wiese