k IMG 0428Studienfahrt der Jahrgangsstufe I in die Provence.

Am Sonntag Abend traf man sich am ZOB in Heidelberg. Wir fuhren pünktlich, in Jogginghose und Schlabberpulli gewandet und mit Kissen und Kuscheldecken ausgerüstet, um 23:00 Uhr in Heidelberg los. Am nächsten Morgen kamen wir etwas übermüdet an unserem Campingplatz in La Roque-sur-Cèze an. Nachmittags erkundeten wir gemeinsam die Umgebung des Campingplatzes und waren vollends begeistert von den wunderschönen Cascades de Sautadet, die sich in direkter Nähe unserer Hütten befanden. Von dort aus machten wir uns auf den Weg in Richtung La Roque-sur-Cèze, ein wirklich kleines, schnuckeliges Dörfchen. Gelegen: Irgendwo im Nirgendwo. Am Abend kochte sich jeder in seinen Hütten, die mit Gasherd und Kühlschrank ausgestattet waren, ein Festmahl.

Am nächsten Tag hieß es zum Verdruss vieler Nachtschwärmer früh aufstehen und los ging es Richtung Nîmes im Süden Frankreichs. Mit einem Audioführer, Kopfhörern und Kamera bewaffnet machten wir uns dann auf den Weg durch das römische Amphitheater dort. Danach hatten wir etwas Zeit für uns. Um 15:00 Uhr ging es dann weiter zum Pont du Gard. Dort war eigentlich eine Paddeltour geplant, die aber aufgrund der starken Regenfälle leider ausfallen musste. Auf dem Rückweg zum Bus fiel Frau Kress´ Schuh vor Erschöpfung auseinander, was dazu führte, dass Schuhe und Shopping neues Gesprächsthema wurden. Am Abend kamen wir gegen 18:30 wieder am Camp an und gönnten uns noch eine entspannte Zeit an den Wasserfällen. So endete auch der zweite Tag.

Am Mittwoch ging unsere Reise in die nähere Umgebung zum Aven d`Orgnac, einer riesigen Tropfsteinhöhle. Während der amüsanten Führung durch die Höhle entdeckten wir lustige Tropfsteingebilde wie Pfannenkuchenstapel oder ein Kamel. Mit dem Fahrstuhl ging es wieder nach oben, wo wir noch einen Rundgang durch das zugehörige interaktive Museum machten. Danach ging es weiter in das kleine Dörfchen Barjac. Dort hatten wir etwas Zeit um die schmalen Gassen zu erkunden und unsere Mägen zu füllen (z.B. mit Crêpe und rohem Eigelb- Spezialität??). Auf dem Rückweg zum Camp machten wir einen „kurzen“ Umweg über die Ardèche-Schlucht, wo ein paar wilde Bergziegen die Straße blockierten, aber sie waren gnädig und ließen uns doch noch durch . So ging Tag 3 zu Ende und nach einer kurzen Nacht, in der wie immer viele Mücken ihr Leben verloren, brach Tag 4 an.

Wie auch die Tage zuvor hastete man nach einem Frühstück und einer schnellen Dusche zum Bus. Die Fahrt zu unserem heutigen ersten Ziel, dem Colorado de Rustrel (Ockerbrüche) nutzten viele zum Schlafen. Angekommen und losmarschiert ward der rechte Weg nach einmal Verlaufen gefunden. Als wir an den Brüchen ankamen, kamen wir aus dem Staunen nicht mehr raus. Was die Natur alles kann! Unser 2. Ziel an diesem Tag war die Fontaine-de-Vaucluse. Am letzten Abend saßen viele noch ein wenig zum Reden zusammen.

Und so brach der letzte Tag an. Bis Punkt 9:00 Uhr war alles Gepäck sicher verstaut und die Schlüssel zurückgegeben. Auf dem Programm für diesen Tag standen nur zwei Dinge: Stadtführung in Avignon und Fahrt gen Heimat. In Avignon wurden wir in zwei Gruppen aufgeteilt und erkundeten die Stadt. Mit Vorfreude auf Zuhause und ein bisschen Trauer, dass die schöne Zeit schon vorbei war und natürlich mit der traurigen Gewissheit, dass am Montag wieder Schule war, saßen wir abends im Bus und kamen am Morgen des 11.10. am ZOB in Heidelberg wieder an.

So endete eine aufregende Woche mit einer tollen Gruppe, lustigen Momenten und vielen tollen Eindrücken und Fotos!

Svenja Wingert