k-SAM 1580Am 6. Oktober 2014 begann unsere Reise in den kalten Norden.

Nach der Ankunft in Hamburg stellten wir uns mutig der Herausforderung, unser Hostel zu finden. Nach längerer Suche erreichen wir es endlich. Unser Hostel war schön, sauber und verzichtete weitgehend auf Tageslicht in den Zimmern.

Nach dem Check-in gingen wir gemeinsam in eine tolle Pizzeria. Das erste Mal an diesem Tag trat Stille ein - alle hatten ihr Essen.

Am Dienstag besuchten wir die Speicherstadt. Das Wetter war typisch für Hamburg - kalt und nass. Die Erkenntnis, dass architektonische Meisterwerke eigentlich genauso aussehen wie Dönerspieße oder wie Zimtstangen, sorgte für allgemeine Erheiterung. Nach der Speicherstadtführung gab es eine Hafenrundfahrt. Käpt'n Blaubär zeigte der Truppe, wie groß der Hamburger Hafen ist. Nach einer ausgiebigen Freizeitphase, die hauptsächlich zum Essen und zum Schlafen genutzt wurde, ging es am Abend ins Musical Rocky.

k-SAM 1561Der Mittwoch begann mit dem „Dialog im Dunkeln“. In dieser Ausstellung wird Menschen gezeigt, wie Blinde ihre Welt erleben, es werden Alltagssituationen nachgestellt. Der Gruppenbetreuer ist eine blinde oder fast blinde Person. Den Besuchern wird zur Orientierung ein Blindenstock ausgehändigt. Die Ausstellung war sehr interessant und eine wirkliche Erfahrung. Vor allem einer Schülerin wird der Dialog im Dunkeln eine unvergessliche Erfahrung bleiben, da es zu einem unbeabsichtigten Händchenhalten mit Herrn Schleich kam. Auch so kann man seine Lehrkraft auf einer Studienfahrt näher kennenlernen.

Abends gingen wir zu einer Reeperbahn-Führung. Der nette Herr, der uns die Reeperbahn zeigte, war augenscheinlich schon in jedem Etablissement einmal Gast und scheute sich nicht, uns ausführliche Bewertungen zu geben. Nach dem Reeperbahnbesuch gab es noch die versprochene und mit Spannung erwartete Bar-Tour. Die Bar-Tour war wohl unser persönliches Highlight.

Der Donnerstag war nass und kalt. Trotz des schlechten Wetters nahmen wir an einer Stadtführung teil. Die Gruppe hatte hierbei die Möglichkeit, den Elbtunnel, der teilweise der Kulisse eines Horrorfilms gleicht, von innen zu betrachten. Obwohl die Gruppe erschöpft war, wurde die Stadtführung fortgesetzt. Selbst der Hamburger Michel wurde zu Fuß bestiegen.

Die Abreise am Freitag zeichnete sich vor allem durch Stille aus. Viele versuchten, ihr Schlafdefizit auszugleichen. Insgesamt kann man sagen, dass uns diese Studienfahrt sehr viel Spaß gemacht hat. 4

Viktoria Rüger