clip image005Auch in diesem Jahr feierte die MBS am letzten Schultag vor den Weihnachtsferien eine Weihnachtsfeier. Sie stand unter dem Motto „Deutsche Weihnacht“. Die Feier wurde musikalisch von der Schulband unter der Leitung von Frau Bernardino Kellert begleitet.

Die Schulleiterin Jutta Köhler eröffnete die Feier. Neben der Weihnachtsdeko – die dieses Jahr vom katholischen Religionskurs der Jahrgangsstufe 1 und der VAB gebastelt und genäht wurde – gehöre auch ein Gedicht zur deutschen Weihnacht. Mit einem Gedicht von Robert Gernhardt stellte Frau Köhler die Frage, ob die Spannung vor Weihnachten auch zur deutschen Weihnacht gehöre oder nicht doch noch mehr? Gibt es die deutsche Weihnacht überhaupt?

Die Schüler der VABO2 überlegten sich zusammen mit Eberhard Koch, was ihnen nach 1-2 Jahren in Deutschland zu Weihnachten einfällt: Glühwein… Aber auch Familientreffen, das gemeinsame Essen wie zum Beispiel die Weihnachtsgans, der Weihnachtsmarkt, Lichter und Plätzchen. All die Eindrücke gestalteten die Schüler als Collagen am PC und präsentierten diese.

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Auch die SchülerInnen des katholischen Religionskurses der Eingangsklassen machten sich unter der Leitung von Claudia Gornik Gedanken, was für sie Weihnachten ausmacht und präsentierten dies mit Plakaten und persönlichen Bildern von früheren Weihnachten: Das Licht und der Schnee, die die weihnachtliche Stimmung ausmachen und für Gemütlichkeit sorgen. Geschenke zur gegenseitigen Wertschätzung. Familie, Freunde, Weihnachtsessen, der Weihnachtsmarkt, Weihnachtsgottesdienst und so weiter. So unterschiedlich ist der Eindruck von der deutschen Weihnacht also gar nicht.

Der Religionslehrer Eberhard Koch erzählte eine etwas andere Weihnachtsgeschichte nach Reinhard Timmer: Was wäre Weihnachten ohne „Ausländer“? Wenn alles dorthin zurückgehen würde, wo es einst herkam? Der Kakao, der Kaffee, Südfrüchte, Feigen und Datteln. Pfefferkuchen, Spekulatius, Zimtsterne – denn ohne ihre indischen Gewürze wären sie nicht das, was sie sind. Sogar der Dresdner Christstollen wäre weg und die Weihnachtsgänse würden zurück nach Polen und Ungarn fliegen. Auch Holz, Edelmetalle, Öl… alles zurück in ihrem Herkunftsland. Schließlich wären an Weihnachten nur noch Tannenbäume, Äpfel und Nüsse da.
Doch Maria, Josef und das Jesuskind entschieden sich – als Juden – zu bleiben. Sie wollten dem Land den Weg zu Menschlichkeit und Toleranz zeigen. Denn wegen diesen drei feiern wir Weihnachten. Auch daran sollen wir neben dem Weihnachtsmarkt, Lichter und Familienfest denken: an den Thoralehrer Jeschua für die Juden; an den Retter der Welt und Friedefürst Jesus für die Christen, der die Nächstenliebe lebte; an den Propheten Isa für die Muslime, der ihnen den Weg zu Gott zeigte. Jesus, der sich den Außenseitern zuwandte und mit ihnen aß und trank ohne jegliche Vorurteile.

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Auch die MBS setzt sich für Mitmenschlichkeit und Toleranz ein und will Schule ohne Rassismus und mit Courage werden. Dafür wurde von den Schülersprechern erneut zu Unterschriften aufgerufen. Die SchülerInnen der HHB und SBSH verkauften in der Adventszeit selbst gebackene Linzertorte und Plätzchen. Der Erlös von 530€ wurde dem Kinderhospiz Sterntaler in Speyer gespendet.  Zum Abschluss fasste Frau Köhler zusammen, dass Weihnachten uns davor bewahrt, im Herzen zu verhärten. Unsere Kultur basiert auf Empathie, Mitgefühl und Miteinander.

Und was ist nun die deutsche Weihnacht? Als Antwort darauf kann man das abschließende Lied sehen: We are the world. Eine Weihnacht, wie wir sie in Deutschland kennen, würde es ohne die Welt nicht geben.

BK

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