danzig1Am 16. Juli haben wir uns abends mit dem Bus auf den Weg nach Danzig gemacht.

Da die Lehrer der Meinung waren, dass 16 Stunden Busfahrt über Nacht nicht anstrengend genug gewesen wären, durften wir uns direkt nach unserer Ankunft auf eine dreistündige Stadtführung durch Danzig begeben. Man muss sagen, dass Danzig eine überraschend schöne Stadt ist, insbesondere wenn man in der Altstadt unterwegs ist und von den zwei, drei Baustellen absieht. Der Wiederaufbau nach dem Krieg ist offensichtlich noch im vollen Gange.

Nach einer kurzen Erholungsphase und der lang ersehnten Dusche konnten wir abends die Stadt auf eigene Faust unsicher machen. Wer wollte, konnte mit Frau Vogel und Herrn Koch einen Ausflug in die Nachbarstadt Sopot machen, wo man einen schönen ersten Blick auf die Ostsee erhaschen konnte. Auf der Rückfahrt in den richtigen Zug einzusteigen, erwies sich für den einen oder anderen als erste Bewährungsprobe, die zum Glück von allen letztendlich mit Bravour gemeistert wurde.
Generell muss man sagen, dass wir grundsätzlich das Vertrauen unserer Lehrer genossen. Neben einigen wenigen festen Regeln duften wir uns sehr selbstständig in der Stadt bewegen.

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Am zweiten Tag haben wir uns in den wunderschönen Slowinski Nationalpark mit atemberaubenden, saharaähnlichen Dünen begeben. Der Anblick von der 48m hohen Düne, die bis zu 10m im Jahr wandert, ließ uns immer wieder staunen. Der Sprung in die Ostsee hat den Tag abgerundet. Der Tag im Nationalpark war ein absolutes Highlight.

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Der nächste Tag begann mit einer von Frau Vogel geführten Besichtigung der KZ-Gedenkstätte Stutthof. Idyllisch im Wald gelegen, fiel es manchen schwer sich vorzustellen, was damals auf diesem Gelände passiert ist. Das Ausmaß der NS-Ideologie, die Menschen zu Elementen herabzustufen ist dennoch deutlich geworden und war sehr prägend.

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Um mit den entstandenen Gedanken zurechtzukommen, fuhren wir nicht direkt nach Danzig zurück, sondern an die nur 2km entfernte Küste. Hier konnten wir quatschen, schwimmen und leckere Zapiekanki oder Gofry mit Früchten essen. Den Traum von einer Volleyballmannschaft für die Kursstufe haben wir nach einer Partie Beachvolleyball dort im Sand begraben. Spaß hat es trotzdem gemacht.

Donnerstag war auch schon der letzte Tag, den wir komplett zur freien Verfügung hatten. Viele von uns nutzten diese Zeit, um in die Shoppingmall zu gehen oder in der Sonne für die anstehende lange Busfahrt vorzuschlafen.Insgesamt hat uns die Studienfahrt nach Danzig bezüglich Menschen, Stadt, Essen usw. sehr positiv überrascht. Da wir Polen bisher nicht als Urlaubsland wahrgenommen haben, sind wir glücklich, dass uns während der Schulzeit die Möglichkeit gegeben wurde, dieses Land zu bereisen.

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