prag1Am Montag den 17.Juli 2017 ging es für uns los nach Prag. Begleitet von Frau Staiger und Herrn Dicke starteten wir um 8.00 Uhr in Heidelberg.

Die Zeit im Zug wurde sinnvoll für Schlafen, Essen, Musik hören und eine große gemeinsame Runde Nintendo DS spielen genutzt. Bei etwas längerem Aufenthalt in Dresden war Gelegenheit, etwas zum Essen zu holen, um den Rest der Fahrt versorgt zu sein.

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Um kurz vor 17 Uhr wurden wir von unserer leicht tyrannischen Reiseleiterin am Bahnhof empfangen und zu unserem Hotel gebracht. Nach dem Aufteilen und Beziehen der Zimmer gab es auch schon unser erstes 3-gängiges Abendessen im Hotel. Den Abend verbrachten manche mit einem etwas fehlgeschlagenem Ausflug zum goldenen Gässschen (die Polizisten schlossen es direkt vor unserer Nase) inklusive den ersten Straßenbahnproblemen ( „War die Zahl dunkel auf hellem Hintergrund oder anders herum?“ ), manche mit einer entspannenden Jungs-Runde im Jacuzzi (...mit oder ohne Hose ;P ).

Am Dienstag trafen sich einige nach einem guten Frühstück vom Frühstücksbuffet vor dem Hotel, um gemeinsam notwendige Einkäufe zu erledigen und Geld zu wechseln. Herr Dicke, der selbst ein Jahr in Prag gelebt hat, übernahm unsere Stadtführung im Anschluss und gab uns eine gute Übersicht über die historische Prager Altstadt. Nach dem Start auf dem Watzlaw-Platz ging es über eine der zahlreichen Einkaufsstraßen zum Altstädter Platz, an dem die berühmte astronomische Uhr trotz Renovierung des Rathauses noch zu bestaunen war.

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Ihren Abschluss fand die Tour am Jan-Palach-Platz, gegenüber der philosophischen Fakultät und dem Sitz der Tschechischen Philharmonie. Highlight war auch der Besuch eines riesigen Spielzeugladens, der neben einem Karussell und einer Rutsche vom oberen Stockwerk zum unteren auch ein Klavier mit begehbaren Tasten sowie eine vier Meter große Ironman-Statue enthielt.

Nach Beendigung der Stadtführung konnten wir in einer Pause die Zeit nutzen, wie wir wollten. Da die Restaurants in den Nebenstraßen auch meistens preisgünstig waren, konnte man sich durchaus einen Besuch dort erlauben. Gestärkt ging es dann zu einer Schifffahrt auf der Moldau, die aufgrund des vielen Laufens von den meisten eher zum Schlafen verwendet wurde. (Muss ja auch mal sein :D) Nach dem Abendessen haben die meisten ihren Abend gemeinsam in einer nicht weit entfernten Bar ausklingen lassen.

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Mit dem jüdischen Viertel startete unser Mittwoch an dem uns unsere Reiseleiterin vom ersten Tag eine Führung gab. Sehr interessant war hierbei der jüdische Friedhof und die Legende des Golem. Die kreuz-und-quer stehenden Grabsteine ließen etwas von der gruseligen Stimmung erahnen, die im Prager Judenghetto geherrscht haben muss. Den Nachmittag nutzten wir zur Besichtigung verschiedener Museen, wie z.B. die Ausstellung „kurze Einführung in die moderne Kunst“ sowie zum Shoppen.

Abends startete dann ein neuer Versuch, die Prager Burg und das goldene Gässchen zu besuchen, der mit einer atemberaubenden Ansicht des Hradschin im Sonnenuntergang belohnt wurde. Währenddessen nahmen manche von uns ihr Abendessen in einem typisch böhmischen Restaurant ein.

Unser letzter aktiver Tag in Prag startete mit der Besichtigung des Franz-Kafka-Museums. Da es nach dem Rundgang noch relativ früh war, fuhren wir mit dem Tretboot im Sonnenschein unter den Prager Brücken hindurch. Anschließend hatten wir Freizeit, die manche damit verbrachten, unsere Lehrer zu einem Restaurant zu begleiten, um Mittag zu essen.

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Nach einem kurzen Ausflug in die Stadt und einem erneuten Besuch im Spielzeugladen, zogen sich die meisten zurück in ihre Zimmer, um den Schlaf der letzten Tage nachzuholen. Den brauchten wir auch. Denn nach einem Pizzabuffet und einer Salatbar am Abend und dem Gruppenfotoshooting ging es für ein paar von uns noch in die größte Disco Europas. Alternativ wurde entweder der Abend im Hotel mit Gruselgeschichten oder, nach einem Besuch in einem der vielen Minimärkte, am Ufer der Moldau verbracht. Da die Nacht sehr kurz für die Meisten war, schienen alle glücklich am Freitag auch wieder die Heimreise anzutreten.

Um 9.00 Uhr mussten die Zimmer geräumt werden. Während der Zimmerkontrolle wurden die letzten Kronen noch in einem nahegelegenem Supermarkt ausgegeben, um sich für die Rückfahrt einzudecken. In Dresden hatten wir dann einen längeren Aufenthalt, bei dem man sein Mittagessen einnehmen konnte. Der letzte Stopp war in Frankfurt, bevor wir um kurz nach 8 dann in Heidelberg ankamen. Herr Dicke versüßte manchen von uns die Fahrt mit einem Kartenspiel, das mehr Erklärungszeit als wirkliche Spielzeit benötigte.

Alles in Allem war es eine geniale Studienfahrt mit der perfekten Begleitung. Unser Dank gilt vor allem Frau Staiger und Herrn Dicke, die durch ihre Planung die Reise in diese tolle Stadt erst ermöglicht haben.